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Ponyreiten

KirmesTierschutzverein kritisiert Ponys mitten auf der Kirmes
Amtstierarzt sieht keine Verstöße / „Gehört in ein anderes Jahrhundert“
Haspe. (JS) Sie ziehen ihre Kreise. Vorne ein Kettenkarussell, nebenan ein Musikexpress und nach hinten hinaus der Autoscooter. Musik dröhnt aus den Boxen. Menschen johlen vor Begeisterung. Sirenen sollen Kundschaft locken.
Und die Ponys auf der Hasper Kirmes sind mittendrin statt nur dabei.Ein Zustand, der den Hagener Tierschutzverein auf den Plan ruft: „Eine furchtbare Beschallung, die die Tiere aushalten müssen“, sagt Birgit Ganskow, „bei einem Pferdetransport dürfen 60 Dezibel nicht überschritten werden. Auf einer Kirmes werden über Stunden hinweg 80 bis 100 Dezibel erreicht.“ In den Augen der Tierschützer sind die Zeiten, in denen Tiere auf Volksfesten Besucher locken sollen, längst vorbei. „Ponyreiten hat unserer Ansicht nach auf einem Rummel nichts verloren, das gehört in ein anderes Jahrhundert“, sagt Birgit Ganskow, „Tanzbären dürfen ja auch nicht mehr auftreten.“ Wenn es aber schon kein generelles Verbot gebe, so die Tierschützerin weiter, so müsse doch zumindest gewährleistet sein, dass das Ponyreiten in einem ruhigen Bereich stattfinde. Birgit Ganskow kann Eltern nicht verstehen, die ihre Kinder auf diesen Tieren reiten lassen. „Eine solche Reitbahn vermittelt ein völlig falsches Bild.“ Sie empfiehlt: „Wenn Kinder Ponys sehen wollen,
die glücklich und zufrieden leben, können sie gerne unsere Tierschutzponys kennenlernen.
Sie stammen alle aus schlechter Haltung und leben heute bei einer Tierschützerin aus Iserlohn. Der Tierschutzverein trägt die Kosten.“ Schaustellerchef Dirk Wagner und Heinz Deinert, Betreiber der Reitbahn „Alt Wien“, räumen ein, dass der Platz für die Tiere nicht optimal sei. „Es gab in diesem Jahr einige Probleme bei der Verteilung der Standplätze“, so Wagner, „wir haben das erkannt und wollen das im nächsten Jahr ändern.“ Immerhin, sagt Heinz Deinert, der in vierter Generation das Ponyreiten betreibt, habe er den Kontakt mit den Kollegen in der Nachbarschaft gesucht. „Die hatten alle Verständnis
und haben die Musik an ihren Ständen etwas leiser gedreht.“ Auch er wolle, dass es den Tieren gut gehe: „Sie sind meine Existenz.“ Acht Ponys laufen derzeit in Haspe. „Ab Mittwoch“, so Deinert, „kommen sie auf eine Weide, und acht andere Tiere nehme ich mit zur nächsten Kirmes.“ Verstöße gegen den Tierschutz kann Amtstierarzt Wolfram Bell nicht feststellen. „Den Wunsch der Tierschützer kann man verstehen“, so Dr. Ralf-Rainer Braun, Leiter des Umweltamtes, „aber es gibt auch ein Gutachten der Tierärztevereinigung, das besagt, dass Pferde ihre Ohrstellung bei Lärm so ändern, dass er sie weniger belastet.“

 
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